Deckenpfronn

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Geschichtliche Informationen

Um das Jahr 1300 hat der Ort etwa 300 Einwohner und wird seither von Schultheißen verwaltet, 1535 hält die Reformation Einzug und der letzte katholische Priester wird erster evangelischer Pfarrer.

Deckenpfronn wird später stark pietistisch geprägt, was bis in die Gegenwart deutlich spürbar geblieben ist. Nachdem die Pest schon im Jahre 1348 den Ort fast menschenleer gemacht hatte, bewirkt der 30-jährige Krieg zum zweiten Mal eine Katastrophe. Die Erholung dauert lange und erst mit dem beginnenden 18. Jahrhundert entwickelt sich der Ort im Oberamt Calw als "ansehnlicher Flecken" zu einer anerkannten Viehzüchtergemeinde und der bäuerliche Zusammenhalt wird sehr gefestigt. Das Genossenschaftswesen nimmt als Folge zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen gewaltigen Aufschwung, doch 100 Jahre später hat jene solidarische Haltung marktwirtschaftlichen Ansprüchen Platz gemacht. Alle genossenschaftlichen Vereine sind inzwischen aufgelöst. Die bäuerliche Tradition beschränkt sich auf wenige landwirtschaftliche Großbetriebe, bleibt aber in den beiden Museen (Heimatmuseum und Museum Pfarrscheuer) des Ortes gegenwärtig. Die Deckenpfronner Markenbutter und die Kartoffel waren bis vor wenigen Jahrzehnten in der Region bekannt und gesucht.