Deckenpfronn im Ausnahmezustand - ein absolut gigantisches Festwochenende und ein grandioser historischer Festumzug liegen hinter uns – so etwas gibt es wahrlich nur alle 25 Jahre!
Freitag: Das Hofbräu-Regiment sorgt für einen Festauftakt nach Maß
Nach mehreren Jahren der Vorbereitung und nach einer intensiven Woche des Aufbaus war es am Freitagabend soweit: der Festauftakt mit dem Hofbräu Regiment. Das festlich geschmückte Festzelt war bereit und ab 19.00 Uhr strömten die Gäste in das Festzelt. Zum Schluss waren es rund 1500 Gäste, denen das Hofbräu-Regiment eine tolle Show geboten hat. Kaum jemand hielt es auf den Bänken und die Stimmung war bis lange in die Nacht hinein einfach wunderbar – überall wurde bei bester Stimmung getanzt und mitgesungen – egal ob jung oder alt – jeder kam auf seine Kosten. Auch Küche, Ausschank und Bar sowie Weizenstand funktionierten dank der vielen, vielen Helfer ebenso wunderbar und reibungslos wie auch die Bühnenshow und die gesamte Organisation. Bis weit nach Mitternacht bot das Hofbräu-Regiment einen super Auftritt. Mit dabei und mittendrin waren auch unsere Freunde aus unserer Partnergemeinde Weißenberg, welche am späten Nachmittag bei der Ankunft im Rathaus begrüßt wurden.
Samstag: Ein volles Zelt beim Jahrgangstreffen und abermals eine tolle Abendveranstaltung
Am Samstag ging es früh los, bereits um 11.00 Uhr waren die Spielstraße und der Rummel eröffnet. Anfangs füllte sich das Festzelt zuerst etwas langsam, aber nach und nach fanden sich immer mehr Gäste ein und nach dem Fassanstich durch Bürgermeister Dennis Mews waren dann bald alle Plätze voll belegt. Alle, wirklich alle, Jahrgangsbänke waren gut bis sehr gut gefüllt und viele Deckenpfronnerinnen und Deckenpfronner aus „nah und fern“ ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen, mit ihren ehemaligen Schulkameradinnen und -kameraden viele Geschichten und Erinnerungen auszutauschen. Der Tag wurde von der Green Island Band aus dem Tennental sowie dem Jugendorchester des Musikvereins Deckenpfronn musikalisch bestens umrahmt.
Um 19.00 Uhr stand die Abendveranstaltung auf dem Programm und der „Schlagerprinz“ sorgte erneut für eine tolle Stimmung in der Halle. Mit rund 1800 Gästen war noch mehr los als am Freitag. Die große Tanzfläche war immer rappelvoll und die Stimmung absolut super. Und als nach dem Schlagerprinz der DJ Kevin Christens an den Start ging, war die Stimmung im Festzelt endgültig am „kochen“ – überall wurde getanzt und gesungen als wenn es kein Morgen gibt.
Auch an diesem Tag funktionierte alles von „vorne bis hinten“ wunderbar. Alle Helferinnen und Helfer in allen Bereichen, egal ob wieder in der Küche, am Ausschank, in der Bar oder Weizenstand, in der Technik oder an der Kaffee- und Kuchentheke, haben eine wirklich super, super Arbeit geleistet!
Sonntag: Gottesdienst, Festumzug und ein weiterhin rappelvolles Festzelt mit einer super Abendveranstaltung prägen diesen unvergesslichen Sonntag
Am Sonntag ging das Festprogramm bereits um 10.00 Uhr los, und zwar mit einem Ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrer Andreas Hiller von der evangelischen Kirche sowie Martin Burichter von der katholischen Kirche und dem Deckenpfronner Posaunenchor.
Danach schloss sich der Frühschoppen an, bis dann der Festumzug los ging. All die Tage war das Bangen sehr groß, ob auch das Wetter halten würde und wir von einem Regen oder gar Gewitter beim Umzug verschont bleiben würden.
Nach dem Festumzug strömten die Gäste in sehr großer Anzahl erneut in das Festzelt, das bald bis auf den letzten Platz voll war, ebenso die Bänke im Außenbereich sowie in der Gemeindehallte waren rasch komplett belegt. Hier war wirklich absolute „Knochenarbeit“ der Bedienungen wie auch aller Versorgungsteams gefragt, um dem Ansturm Herr zu werden. Das war wirklich eine absolute Höchstleistung von allen Helferinnen und Helfern – dieser außerordentliche Einsatz war überragend! Musikalisch wurde der Nachmittag vom Musikverein Deckenpfronn bestens begleitet. Bevor es dann um ca. 18.00 Uhr mit dem Abendprogramm weiter ging. Beim bunten Dorfabend mit Auftritten der Volkstanzgruppe, den Pfadfindern, des Liederkranzes, vom Sportverein und auch bei der Tanzeinlage des Gemeinderates war im vollen Zelt jederzeit allerbeste Stimmung angesagt.
Als dann um ca. 21.00 Uhr die „Lausbuba“ loslegten, war die Stimmung im Festzelt erneut am Kochen. Die drei Musiker verstanden es wirklich, Stimmung zu machen. Die Polonäse aus vermutlich über 1.000 Personen im Festzelt war unglaublich. Erneut bis weit nach Mitternacht war die Stimmung bestens, bevor das tolle Festwochenende zu Ende war. In der Nacht begann dann bereits der Abbau und am Montag wurde das Festzelt von der Feuerwehr auch schon abgebaut.
Festumzug
Um es vorweg zu nehmen – der Festumzug war einfach grandios. Bereits ab 8.00 Uhr wurden die „Mitläufer beim Umzug“ in der Schule eingekleidet und geschminkt und man konnte hier und da im Ort bereits einen „alten“ Büttel, Abt, Schultheis oder auch eine Edeldame entdecken. Die Gäste wurden an den zahlreichen Stationen der Deckenpfronner Gastronomen bestens bewirtet und pünktlich um 13.30 Uhr setzte sich der große historische Festzug mit einem „Salutschuss“ in Bewegung. Am Rathaus vorbei Richtung Zehntscheuer und dann wieder die Südstraße runter bis zum Inselweg, wo dann der Festzug auf die von Zuschauern gesäumte und wundervoll geschmückte Hauptstraße einbog. Von dem Begin unserer Besiedlung mit Römern, Alemannen und Keltern, über die Reformation, Pest und beginnendes Bildungsbürgertum bis hin zur Neuzeit wurden in kunstvoll gerichteten Wägen und Modellen oder auch Handkarren unsere 2500 Jahre alte Geschichte dargestellt, welche aber natürlich erst seit 1075 urkundlich verbrieft ist. Alle Wägen, alle Fahrzeuge, alle Gruppen und Personen waren wirklich auf das allerschönste geschmückt und gestaltet. Auch die Feuerwehr hatte eine große Abteilung geschickt, mit einem Modell des großen Brandes, ebenso wie mit historischen Gerätschaften und einer Abordnung der Feuerwehr aus Weißenberg. Wie auch die Landwirtschaft mit vielen alten Gerätschaften und Darstellungen vertreten war. Oder auch der Wiederaufbau Deckenpfronns durch die vielen Handwerker auf das Beste dargestellt wurde. Unsere Deckenpfronner Spezialitäten Steckling, Haberbrei und Most durften ebenfalls nicht fehlen, die von Besuchern an der Strecke reichlich gekostet wurden. Den Abschluss bildeten eine große Abordnung der Deckenpfronner Vereine und der Dorfgemeinschaft Tennental. Als nach dem Festzug der „Besenwagen“ durchfuhr war die Erleichterung groß, dass es bis auf ein paar wenige Tropfen kein Regen gab und wie so oft üblich, das Gewitter einen rechten Bogen um Deckenpfronn gemacht hatte.
Dieser Umzug war wirklich wieder mal ein ganz großes Stück gelebtes „Deckenpfronn“ mit allen seiner Bürgerinnen und Bürger, Vereinen und Organisationen und vielen engagierten Menschen. Die ersten und zahlreichen Reaktionen nach dem Festzug waren überaus positiv bis überschwänglich. Einfach ein wirklich grandioses Spektakel und Schauspiel, das hier den Zuschauern, aber auch den Mitwirkenden, geboten wurde. „Hut ab“ vor diesem tollen historischen Umzug und mit allem was dahintersteckte – einfach unglaublich und beeindrucken.
Was bleibt als Fazit:
Ein wirklich sehr schönes Festwochenende mit einem außerordentlich eindrucksvollen Festumzug liegt hinter uns. Es ist schwer, all die Eindrücke und Emotionen in wenige Worte zu fassen – aber es war einfach WUNDERBAR.
Dieses Wochenende war ein gigantischer Höhepunkt unseres Doppeljubiläums 950 Jahre Deckenpfronn und 150 Jahre Feuerwehr und reiht sich anstandslos in die Reihe der großen Jubiläen 1975/76 sowie 2000 ein. Alle Mitwirkenden und Gäste können definitiv die nächsten 25 Jahre von diesen tollen Eindrücken zehren und erzählen.
Dieses Fest hat gezeigt, was mit dem großen ehrenamtlichen Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger, unsere Vereine und Organisationen, in unserem Dorf geleistet werden kann. Ein überragendes Beispiel bürgerschaftlichen Einsatzes – welches aber auch Mut und Zuversicht für die Zukunft macht – ein Salut auf unser Deckenpfronn!
Mit den Worten aus den Bach-Kantaten vom Jubiläumskonzert der Gächinger Kantorei „Erhalt uns in der Wahrheit, schenk ewigliche Freiheit“ wollen wir dies alles gleichzeitig in dankbarer Erinnerung an die Vergangenheit als auch in freudiger Zuversicht für die Zukunft verinnerlichen.
Und nun das Allerwichtigste zum Schluss: ein großes und herzliches DANKESCHÖN an alle die vielen Helferinnen und Helfer, den Vereinen und Organisationen, dem Orga-Team, den Sponsoren, den vielen Mitwirkenden beim Umzug, unseren Gästen aus der Partnergemeinde Weißenberg sowie den Gastfamilien die unsere Gäste beherbergt haben und natürlich allen anderen, die zum Gelingen dieses Jubiläums, des Festumzuges und dieses überragenden Festwochenendes beigetragen haben. Ihr alle, wir alle, zusammen haben dieses Fest erst möglich gemacht. Danke – Danke – Danke!













